Der Rosenfälscher

RosenfaelscherDas zweite ich

Sein zweites Ich steht auf blonde Frauen mit blauen Augen. Es war auch für den Tod einer seit drei Monaten vermissten Frau verantwortlich. Weshalb legte er eine blaue Rose zu den Leichenteilen, die zufällig in einem todsicheren Versteck in Lingen gefunden werden? War es ein letzter Gruß oder verhöhnte er sein Opfer? Dennis Winkler steht vor einem Rätsel. Erst kurze Zeit ist er der Leiter der Tatortgruppe Lingen, schon führt ihn sein erster Mordfall auf die Spur eines Psychopathen. Während Winkler mit seinem Team im Umfeld eines Bestatters ermittelt, wird wenige Tage später eine junge Rechtsanwältin aus Hopsten vermisst. Sie ist blond und blauäugig …

Carsten Grewe vom Kriminalkommissariat 23 in Ibbenbüren begibt sich auf die Suche nach der vermissten Anwältin, deren Entführer er unter ihren ehemaligen Mandanten vermutet. Blaue Rosenblütenblätter führen Grewe und Winkler zusammen. Schnell wird ihnen klar, dass sie denselben Täter suchen. Sie begeben sich gemeinsam auf die Jagd nach einem Mann mit gespaltener Persönlichkeit, der weiße Rosen blau färbt.

Inhalt: 292 Seiten, 1. Auflage August 2016

Hier eine Leseprobe: Der Rosenfälscher

Als e-book auch hier erhältlich:

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Leserstimmen/Rezension

Wo versteckt man Leichenteile, also hier: die Überbleibsel eines strafbaren Handlung, am besten? In einem Sarg. Man zerteile die Leiche, sagt der mörderische Verstand einem, verteile sie dann auf zwei Särge, sonst könnten die Sargträger sich wundern, was sie da zu wuppen haben. Und was macht der Mörder, wenn durch einen allerallerdümmsten Zufall der schon vernagelte Sarg eine Stunde vor der Grablegung noch einmal geöffnet wird?

Prima Ausgangssituation für einen Krimi, wie ich finde. Detlef Krischak, Norddeutscher mit einem Hang zum Kriminalistischen, schafft diese Ausgangssituation. Und er schafft noch mehr: Verwirrung nämlich. Sein – Link zu Amazon –  Rosenfälscher, der fünfte Teil seiner Reihe mit Emsland-Krimis, stellt nicht nur ganz stinknormales Polizei-Personal vor mit allen Gründen und Abgründen, er bleibt nicht nur als reiner Lokalkrimi genau im Emsland mit Straßen und Lokalen, die es wirklich gibt. Nein, Krischak lässt einen bei der eigenen Suche nach dem Mörder über lange Strecken ratlos zurück. So etwas mag ich.

Und er schafft eine Schluss-Szene, die es in sich hat – abgesehen einmal von den Gesprächen zwischen den Täter und dem Opfer, in denen sich Angst und Schläue einerseits mischen mit Wahn und Angst vor einem selbst, andererseits. Und nun fragen Sie, warum da einer Rosen fälscht. Sage ich nicht. Und Sie fragen, warum der wunderbare Alexander Kopainski, Designer des Covers, da eine blaue Rose eingebracht hat. Sage ich auch nicht. Hat aber alles seinen Grund.

Eine spannende Lektüre. Und wenn Sie Herrn Krischak mal per Zufall kennenlernen wollen, gehen Sie in Ledigs Anna (ja, das heißt so), in 49477 Ibbenbüren. Das Lokal kommt im Buch öfter vor – und Detlef Krischak schreibt aus unmittelbar gelebter Erfahrung.

 

Geschrieben von: Michael Lohmann, www.worttaten.de